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Game Design

Kreativität; Verständnis von Gameplay und Spielmechaniken; Analytisches, strukturiertes, logisches und lösungsorientiertes Denken; Mathematisches Verständnis; Programmierkenntnisse von Vorteil; Inspirierend, kommunikativ und teamorientiert; Erfahrung in Prototypenentwicklung

Typische Aufgaben

Game Designerinnen und Designer sind die kreativen Köpfe hinter der Spieleentwicklung. Sie designen die Spielmechanik, indem sie grundlegende Spielideen in Regeln übertragen, die einen Spielablauf ergeben. Dadurch gestalten sie die Spielerfahrung, weshalb sie hierbei immer auch die Bedürfnisse und Vorlieben ihrer Zielgruppe berücksichtigen müssen, damit diese Spielspaß erlebt. Ihre Spielideen testen und verfeinern sie anhand von Prototypen und kommunizieren die entstandenen Konzepte detailliert und verständlich an die unterschiedlichen Beteiligten an der Spieleentwicklung, so dass ein ganzes Team auf dasselbe Ziel hinarbeitet.

Ausbildungsberufe & Studiengänge

u.a. Game Design, Mediendesign, Interaktive Medien, Medieninformatik, Medienkonzeption, Kommunikationsdesign, Game Art und 3D-Animation, Motion Design, Film, Filmregie
Video

Game Design im Portait

Interview

Ideen entwickeln und kreativ umsetzen

Christian Schneider, Senior Game Designer, Ubisoft Blue Byte.

Christian hat eine zweijährige Ausbildung zum Game Designer an einer privaten Hochschule gemacht.

Wie bist du zur Branche gestoßen?

Nach meiner Ausbildung zum Game Designer habe ich ein Praktikum als Level Designer begonnen, das in eine Festanstellung übergegangen ist. Nach dieser Zeit habe ich 
für einige Projekte als Freelancer im Bereich Level Design gearbeitet, bevor ich dann den Sprung ins Game Design gewagt habe.

Was genau sind deine Aufgaben als Game Designer?

Generell ist der Aufgabenbereich im Game Design breit gefächert. Man kann sich als Game Designer auf verschiedene Bereiche spezialisieren, wie zum Beispiel auf narrative Elemente, Benutzeroberfläche und Benutzererfahrung oder, wie in meinem Fall, auf Spielmechaniken. Meine Hauptaufgaben betreffen unter anderem die Konzeption, die Erstellung und das Ausbalancieren von Spielmechaniken und Spielinhalten. Als Designer bereite ich Ideen so auf, dass sie bewertet, geplant und umgesetzt werden können, und begleite diese Implementierung bis zum finalen Produkt.

Was reizt dich an deinem Job?

Ich finde es besonders spannend, aus Ideen funktionierende und umsetzbare Konzepte zu entwickeln. Dass ich dabei täglich neuen Herausforderungen begegne, die ich zusammen mit meinen Teamkollegen auf kreative und möglichst elegante Art und Weise lösen kann, bereitet mir große Freude. Wenn daraus am Ende ein Produkt entsteht, mit dem ich anderen Menschen Freude bereiten kann, empfinde ich das als besonders belohnend.

Was sollte ein Game Designer mitbringen?

Sehr gute Kommunikations- und Teamfähigkeit, vor allem in Englisch, ist eine Grundvoraussetzung für die Arbeit als Game Designer. Dabei hilft es aus meiner Erfahrung besonders, ein guter Zuhörer zu sein. Für den Bereich des Spielmechanikdesigns braucht man neben sehr guten analytischen Fähigkeiten, logischem Denk- und Abstraktionsvermögen vor allem die Fähigkeit zur kreativen Problemlösung. Hilfreich sind überdies Kenntnisse in Psychologie und ein gutes Einfühlungsvermögen.