Arbeiten in der Games-Branche

Daten und Fakten

Berlin, 23. April 2026 – Die deutsche Games-Branche erholt sich langsam von den Auswirkungen der internationalen Konsolidierungswelle und dem Hin und Her bei der Games-Förderung vor 2025. Nachdem die Anzahl der Games-Unternehmen im Jahr 2025 erstmals leicht rückläufig war, stieg sie in den vergangenen zwölf Monaten wieder um 4 Prozent.

Anders sah es bei der Anzahl der Beschäftigten aus, die wie im Vorjahr leicht sinkt. Waren es 2025 noch 12.659 Beschäftigte, die bei Entwicklern und Publishern von Games tätig sind, so sank die Zahl in den vergangenen zwölf Monaten auf 12.235. Dies entspricht einem Negativwachstum von 3 Prozent.  Das Sinken der Beschäftigtenanzahl zum zweiten Mal in Folge zeigt die herausfordernde Lage, in der sich deutsche Games-Unternehmen weiterhin befinden. Dennoch macht die steigende Anzahl an Unternehmen Mut und lässt Deutschland in der globalen Marktkonsolidierung vergleichsweise besser dastehen als viele andere Länder. Besonders ist dies der erhöhten Games-Förderung und dem Gründungsstipendium „Press Start“ zu verdanken. Zusammen mit der angekündigten Umsetzung einer steuerlichen Games-Förderung stärkt die Bundesregierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Games-Branche und setzt wichtige Wachstumsimpulse.

Innerhalb von zwölf Monaten ist die Anzahl der Unternehmen, die in Deutschland Computer- und Videospiele entwickeln und vermarkten, auf 956 gestiegen. Insbesondere steigt die Anzahl der Unternehmen, die Games ausschließlich entwickeln:  Nach einem Rückgang von 4 Prozent im Jahr 2025 wächst die Anzahl der Unternehmen wieder auf 474. Dies entspricht einer Steigung um 6 Prozent. Weitere 55 Games-Unternehmen in Deutschland sind ausschließlich darauf spezialisiert, Computer- und Videospiele zu publishen. Sowohl in der Entwicklung als auch der Vermarktung sind 427 Unternehmen aktiv.

Der Negativtrend bei der Anzahl der Beschäftigten aus dem Jahr 2025 setzt sich fort: So sank die Anzahl der Mitarbeitenden in Entwicklerstudios und Publishern in den vergangenen zwölf Monaten auf 12.235. Im Jahr zuvor waren es noch 12.659. Außer im Publishing und in der Entwicklung sind in Deutschland schätzungsweise weitere 20.000 Menschen beruflich mit Games beschäftigt. Damit sichert die Games-Branche über 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland, zu denen beispielsweise Fachkräfte in Bildungseinrichtungen, Medien und im öffentlichen Sektor oder Handel zählen.

Bei den Neugründungen zeigt sich eine Trendumkehr. Während im Jahr 2025 die Anzahl der Games-Unternehmen noch sank, stieg in den vergangenen zwölf Monaten die Anzahl um 4 Prozent. Dies konnte, trotz der globalen Konsolidierung, besonders durch verlässliche Förderbedingungen unter der neuen Bundesregierung und das erstmals durchgeführte „Press Start“-Gründungsstipendium erreicht werden. Durch das Stipendiums- und Ausbildungsprogramm hatten sich 75 Games-Studios in Deutschland neu gegründet.

Die Daten basieren auf einer Erhebung von Goldmedia auf Basis der Einträge auf gamesmap.de im Auftrag des game – Verband der deutschen Games-Branche mit dem Stichtag 31.03.2026.

Achtung: Durch die Erstellung der Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“, die im Januar 2026 gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium veröffentlicht wurde, konnte die Datenbank der gamesmap erweitert werden. Diese verbesserten Daten fließen in die aktuellen Zahlen zu Unternehmen und Beschäftigten ein. In der Folge wurden zum Zwecke der Vergleichbarkeit die Daten für 2025 durch Goldmedia rückwirkend angepasst. Dies ist der Grund, warum die im vergangenen Jahr kommunizierten Werte nicht mit den aktuell kommunizierten übereinstimmen