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Technical Art

Gute Programmier- und Entwicklungserfahrung; Praxiserfahrung mit Game Engines und Middleware (z.B. Unity, Unreal Engine, CryEngine); Erfahrung in Game Art; Analytisches, lösungsorientiertes Denken und Handeln; Gute Kommunikationsfähigkeit

Typische Aufgaben

Technical Artists bilden die Schnittstelle zwischen Game Art und Programmierung. Sie sorgen dafür, dass Game Artists die Software und Tools zur Verfügung haben, die sie für ihre Arbeit benötigen, und dass diese in der Game-Engine funktionieren. Für diese Tätigkeit benötigen sie im Alltag ca. 70% Programmierkenntnisse und 30% Grafikdesign Know-how. Technical Artists implementieren und optimieren zudem grafische Spielelemente bzw. Assets, so dass diese effizient in der Game Engine laufen. Dazu gehören visuelle Elemente, wie z.B. Shader, Partikel-Effekte und Beleuchtung, aber auch Systeme zur Charakter-Animation und realistischen physikalischen Darstellung von Materialien, wie z.B. Stoffen oder Flüssigkeiten.

Ausbildungsberufe & Studiengänge

u.a. Informatik, Technische Informatik, Medieninformatik, Fachinformatikerin/-informatiker Anwendungsentwicklung oder Systemintegration, Mathematik, Physik
Video

Technical Art im Portait

Interview

Profi in zwei Welten

Markus Tessmann ist Technical Artist bei InnoGames. 

Markus hat mangels anderer Ausbildungsmöglichkeiten das Fach „Multimedia“ studiert und sagt, dass sein Werdegang heute vermutlich ein anderer wäre.

Wie bist du in die Branche gekommen?

Ich habe lange in der Filmbranche gearbeitet und dort 3D-Grafiken erstellt. Als auch die Games-Industrie mehr und mehr auf 3D umstellte, bin ich in die Spiele-Entwicklung gewechselt. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass die Programme, die es auf dem Markt gab, nicht alle Anforderungen, die ich hatte, erfüllen konnten und ich habe bereits früh in meiner Karriere begonnen, selbst welche zu entwickeln.

Was sind deine Aufgaben als Technical Artist?

Kurz und knapp gesagt unterstütze ich die Grafiker, wenn sie vor Herausforderungen stehen, die sie mit ihrer Software wie Photoshop oder Maya nicht lösen können. Im Detail bedeutet dies Programme zu entwickeln, die den 2D- und 3D-Grafikern bei ihrer Arbeit helfen. Ich erstelle zum Beispiel so genannte „Shader“ und Grafikeffekte, um besondere Oberflächen im Spiel darzustellen oder es einfacher zu machen, Grafiken für die Verwendung auf mobilen Endgeräten zu rendern. Dabei verwende ich Programmiersprachen wie C#, Python, HLSL und JavaScript und bin auch mit der Game Engine Unity vertraut.

Was reizt dich an deinem Job ganz besonders?

Ich mag es sehr, jeden Tag sowohl mit den Entwicklern, als auch mit den Grafikern der Spiele zusammenzuarbeiten. Außerdem liebe ich es, Spezialeffekte und „Shader“ zu erstellen.

Was meinst du sollte jemand mitbringen, der Technical Artist in der Spielebranche werden will?

Wie man bereits am Jobtitel sieht, sollte der Technical Artist ein gutes Verständnis von Grafikerstellung und Programmierung haben, um mit seinem Wissen beide Aspekte im Berufsalltag zu verbinden. Der typische Tech Artist hat belastbare Kenntnisse in 3D-Grafik und kennt sich gleichzeitig gut mit Photoshop aus. Um erfolgreich zu sein, verfügt der Tech Artist dazu über solide Kenntnisse in der Programmierung und kann mit unterschiedlichen Programmiersprachen arbeiten.